Mal- und Gestaltungstherapie

Die Mal- und Gestaltungstherapie basiert hauptsächlich auf den psychologischen Grundlagen von C.J.Jung.

Durch Anleitung zu kreativem, künstlerischem Arbeiten entstehen bei KlientInnen Bilder oder Plastiken, die symbolhaften Charakter aufweisen. In der Mal- und Gestaltungstherapie geht man davon aus, dass sich die Seele unmittelbar und spontan in einem Bild oder in einer Skulptur ausdrücken kann. Jedes Werk steht in direktem Zusammenhang zu seinem Schöpfer und gibt Aufschluss über seelische Inhalte, momentane Entwicklungssituationen oder Problemsituationen.

Die künstlerische Arbeit gibt Informationen frei, die aus dem Unbewussten auftauchen und die über (oder unter) dem bewussten rationalen Denken und der sprachlichen Verbalisierung hinausgehend, eine weitere Ebene eröffnen. Somit werden seelische oder psychische Problematiken in einem Bewusstwerdungsprozess ans Licht geholt.

KlientIn, Werk und TherapeutIn stehen in einer Triade in Beziehung. In der Interaktion entsteht eine Durchgestaltung auf Bildebene und ermöglicht eine geistig seelische Auseinandersetzung mit dem Inhalt. Indem ein innerer Konflikt sichtbar gemacht und begreifbar wird, eröffnet sich ein Handlungsspielraum, der neue Perspektiven und Bearbeitungsraum bietet. Der schöpferische Prozess des lustvollen Gestaltens stärkt die Persönlichkeit und ermöglicht die Weiterentwicklung.

Die praktische Vorgangsweise ist, dass durch einen vorbereitenden Einstieg wie

– eine angeleitete Meditation
– Erzählen einer Kurzgeschichte oder eines Märchens
– Körperübungen
– Konzentration auf eine momentan aktuelle (Problem)Thematik

ein imaginativer Prozess eingeleitet wird, das heißt es entstehen im Inneren Bilder. Aus diesen Bildern werden nun die aufgegriffen, die am stärksten oder häufigsten aufgetaucht sind und diese werden nun als Bild oder auch als Skulptur umgesetzt. Im nächsten Schritt wird das entstandene Werk mit dem Therapeuten besprochen und analysiert. Obwohl MGT einen theoretischen Hintergrund darüber gibt, welche Deutungsinhalte Symbole besitzen können, gilt es jedoch jedes Bild und die darin enthaltenen Symboliken gemeinsam mit den KlientInnen zu erarbeiten. (Bsp. Ein schwarzes Pferd kann für zwei verschiedene Menschen völlig verschiedenen Symbolcharakter haben, je nach Konditionierung). Vorteil in dieser Therapeutischen Arbeit ist, dass sie auf drei Eckpfeilern steht KlientIn – Werk – TherapeutIn und sowohl das Werk an sich wie auch der oder die TherapeutIn positiv verstärken können (Therapeutische Triade).

In diesem Sinne geht es nicht um die isolierte Analyse einzelner Bilder, sondern um einen fortlaufenden Weg. Das kreative Arbeiten setzt einen Prozess in Gang, der Entwicklungsschritte und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen wird. Es gilt für den oder die TherapeutIn diese Spur aufzugreifen und den Klienten in diese Richtung zu stärken.

Mein Angebot ist möglich in Einzel- oder auch Gruppenarbeit, eine weitere Möglichkeit ist die Arbeit mit und in der Natur. Hier bietet die Natur in ihrer Vielfalt das Medium anstelle von Malerei oder Skulptur (Land Art Skulptur). Für die Gestaltungsarbeit sind keinerlei künstlerische Vorkenntnisse nötig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Malerei und Keramik